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Grundsteuerreform 2025: Dass sollten Eigentümer und Mieter wissen
Donnerstag, 19. Dezember 2024
Ab dem 1. Januar 2025 wird die Grundsteuer neu berechnet. Das betrifft alle, die eine Immobilie besitzen oder darin wohnen.Die bisherige Berechnung war veraltet. In Westdeutschland basierte sie auf Werten von 1964, in Ostdeutschland sogar auf Zahlen aus dem Jahr 1935. Das Bundesverfassungsgericht hat 2018 entschieden, dass das nicht fair ist und es ein neues System geben muss. Das neue System soll die Steuer fairer machen, aber für manche bedeutet das höhere Kosten.
Wie wird die Grundsteuer in Zukunft berechnet?
Das läuft in drei Schritten:
1. Bewertung der Immobilie: Der Staat schaut sich an, wo das Grundstück liegt, wie groß es ist und was für ein Gebäude darauf steht.
2. Steuermesszahl: Eine feste Zahl, die mit dem Grundstückswert multipliziert wird.
3. Hebesatz der Gemeinde: Jede Stadt oder Gemeinde legt diesen Wert selbst fest. Hier kann es richtig ins Geld gehen.
Was bedeutet das für Eigentümer und Mieter?
Das hängt davon ab, wo das Gebäude steht. In beliebten Gegenden oder bei wertvollen Grundstücken könnte die Steuer deutlich steigen. Das kann auch Mieter treffen, denn die Grundsteuer wird in vielen Fällen als Nebenkosten auf sie umgelegt. Heißt: Wohnen könnte teurer werden.
Was kann man tun?
Die neuen Bescheide der Finanzämter genau prüfen. Wer Fehler entdeckt, sollte Einspruch einlegen. Manchmal gibt es große Unterschiede zwischen den Nachbarn, die nicht gerechtfertigt sind. Den Hebesatz im Blick behalten: Die Gemeinden legen diesen Wert fest. Vielleicht gibt es dort noch Diskussionen oder Anpassungen.
Die Reform bedeutet für viele Unsicherheit. Wer eine Immobilie besitzt oder mietet, sollte sich frühzeitig informieren und nachrechnen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob die neue Steuerhöhe gerechtfertigt ist, frag einen Experten. Denn niemand will zu viel zahlen.